Pädagogik

Die Pädagogik der Freien Aktiven Schule ist geprägt von den Arbeiten von Rebeca Wild und Maria Montessori.

Die menschliche Entwicklung erfolgt einem inneren individuellen Entwicklungsplan, dem zufolge Kinder am intensivsten in sog. "sensiblen Phasen" lernen. Hierfür bedarf es einer vorbereiteten und entspannten Umgebung, in der die Kinder entsprechend ihrer Entwicklungs- und Reifeprozesse ihr Potential voll entfalten können.

Die Freie Aktive Schule schafft die Rahmenbedingungen und setzt solche pädagogischen Angebote ein, die diese Prozesse fördern, ohne die Eigenaktivität der Kinder zu stören.

Eine vorbereitete Umgebung sind Räume (innen und außen), die sicher, abgegrenzt und in diverse Bereiche aufgeteilt sind. Sie bieten vielfältige Lern-, Spiel-, Experimentier- und Erfahrungsmöglichkeiten. Die Lernmaterialien sind möglichst konkret, sie bestehen aus Montessori- und anderen reform-pädagogischen Materialien. Mit diesen können sich die Kinder ihr Wissen erarbeiten.

Durch Ausprobieren, "falsch Machen", Umdenken, Suchen, was stimmig ist, entsteht ein tiefes Verständnis von Zusammenhängen. Wissen wird nicht nur gespeichert, sondern verstanden und verinnerlicht. Den Kindern wird es ermöglicht, sich intensiv einer Sache zu widmen und sie nach eigenem Interesse zu beginnen und abzuschließen.

Durch dieses von innen motivierte, von außen nicht beeinflusste Arbeiten wird die von Maria Montessori beschriebene Polarisation der Aufmerksamkeit möglich. Lernen gewinnt eine neue Qualität.

Die PädagogenInnen sind vertraut mit der Geschichte der Kinder, kennen ihren Entwicklungsstand und die sensiblen Phasen; sie leiten daraus die Lernan-gebote ab und stellen sich den Kindern entsprechend ihres Interesses zur Verfügung.

Die pädagogische Arbeit ist geprägt von liebevoller Zuwendung und Achtung der Eigenständigkeit der Kinder.

"Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann", formulierte Maria Montessori.